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Drugchecking Schweiz
Nur der Kanton Bern und die Stadt Zürich analysieren offiziell Drogen
Die Streetwork führt seit Herbst 2001 knapp ein Dutzend Pillentests pro Jahr durch. Das mobile Labor wird vom Berner Kantonsapotheker-Amt gemietet, ferner müssen zwei Chemiker und drei Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bezahlt werden, dazu ein Labor, in dem jene Drogen untersucht werden, die nicht vor Ort analysiert werden können.Quantitative und qualitative Analysen
Erste Etappe des Pillentests: Die Pillen oder Kapseln werden im PC eingetragen, damit sofort ein Flyer gedruckt werden kann, falls eine gefährliche Substanz zirkuliert.Danach wird der Pille ein Zehntel der Substanz entnommen, der Rest wird zurückgegeben. Preis und Bezugsort der mutmasslichen Droge werden schriftlich festgehalten.
Nun beginnt die chemische Analyse, die 17 Minuten dauert. Ein chemischer UV-Strahlendetektor misst Quantität und Qualität der verschiedenen Moleküle, die nach und nach zum Vorschein kommen.
Prävention und Risikobegrenzung
Während der Analyse muss der oder die Jugendliche, welche die Pille gebracht hat, mit den Leuten von Streetwork einen Fragebogen ausfüllen.Während eine Person den Fragebogen ausfüllt, beteiligen sich oft 4 oder 5 Jugendliche, die Informationen haben möchten, an der Diskussion. Es geht vor allem um die Konsumgewohnheiten. Mit den Informationen sollen die Risiken vermindert werden. Im Jargon nennt sich dies "Sekundärprävention".
Weitere Information: www.saferparty.ch