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Cannabis-Medikament lindert Arthritis-Schmerzen
Ein Medikament, das aus Cannabis-Extrakten gewonnen wurde, hilft bei der Reduktion von Schmerzen bei Gelenksrheumatismus. Das Medikament Sativex wurde von dem britischen Unternehmen GW Pharmaceuticals http://www.gwpharm.com/ entwickelt, das eine Lizenz der Regierung zur Erforschung der Vorteile von Cannabis besitzt.
Zuvor hatten Wissenschaftler im Auftrag der Arthritis-Forschungs-Kampagne Studien durchgeführt, die zeigten, dass Cannabidiol, eine natürliche Komponente von Cannabis, die in ihrer aufbereiteten Form keine die Psyche verändernde Wirkung hat, die Effekte von Kollagen-induzierter Arthritis bei Mäusen erleichtern kann. Das Unternehmen GW Pharmaceuticals züchtet pro Jahr circa 40.000 Cannabis-Pflanzen an einem geheimen Ort am Land. Die Regierung hat bereits bestätigt, sie würde ihre Erlaubnis für die Verwendung von Cannabis-basierender Medizin erteilen, wenn Versuche entsprechende positive Ergebnisse erzielen.
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Cannabisspray als Medikament in 2004
Das britische Pharmaunternehmen GW Pharmaceuticals geht von einer Marktzulassung des cannabishaltigen MS-Medikaments Sativex im zweiten Quartal 2004 aus.
Das Medikament dient zur Behandlung von Symptomen der multiplen Sklerose (MS) und schweren neuropathischen Schmerzen. Das rein pflanzliche Cannabisextrakt mit den Hauptbestandteilen Tetranabinex und Nabidiolex wird als orales Spray verabreicht.
Cannabis in der Schmerztherapie?
Wie bereits in früheren Meldungen beschrieben, werden seit ca. sechs Jahren vermehrt Cannabinoide z.B. Tetrahydrocannabinol (THC) in der Medizin gegen Schmerzen eingesetzt.
Klinische Experimente und Studien laufen auch für die Anwendungsgebiete im Zentralen Nervensystem.
Bekannt ist das einzig verfügbare Medikament Dronabinol als Rezeptursubstanz (BtM-Rezept), aus der der Apotheker Kapseln oder Tropfen herstellt. Die orale Aufnahme bedeutet allerdings eine verzögerte Aufnahme im Vergleich zum Rauchen von Cannabisprodukten.
Die Lösung des Problems könnte eine sublinguale (unter die Zunge) Anwendung z.B in Form eines Sprays sein. Da der Wirkstoff über die Mundschleimhaut rascher aufgenommen wird, wirkt er schneller als die bislang erhältlichen Kapseln.
Der Pharmakonzern Bayer hat die Zulassung für sein neu entwickeltes Medikament in Großbritannien beantragt und es könnte dort somit schon dieses Jahr in der Therapie eingesetzt werden. In Deutschland könnte das Medikament dann über das europäische Zulassungsverfahren auf den Markt bringen.