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Deutlich gestiegene Zahl von Drogentoten in Frankfurt
Bereits 19 solcher Drogenopfer hat es in diesem Jahr in der Mainmetropole gegeben und damit mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Suche nach den Ursachen für diese Entwicklung gestaltet sich allerdings schwierig.Allerdings sei eine Besonderheit in Frankfurt der Crackkonsum. Wo früher im Frankfurter Bahnhofsviertel meist Konsumenten mit der Nadel hantierten, seien jetzt verstärkt Konsumenten mit kleinen Crackpfeifen in Hauseingängen zu beobachten.
Crack spielt ansonsten in Hamburg und Berlin eine Rolle im Konsumbereich. Die Tücke bei Crack sei dabei die dramatische Verschlechterung des Gesundheitszustands bei den Konsumenten. Die Droge löse eine wahnsinnige Unruhe und Aggressionen aus, wodurch die Crackklientel in den Konsumräumen der Stadt meist keine gern gesehenen Gäste seien.
Auch die Frankfurter Polizei beobachtet die Entwicklung in ihrem jüngsten Bericht zur Kriminalstatistik «mit Sorge», da Crackkonsumenten «eine besondere Abhängigkeit und Aggressivität entwickeln und persönlich schnell verelenden.» Derzeit sind unter den 4200 polizeilich bekannten Abhängigen harter Drogen in Frankfurt etwa 2500 Crackkonsumenten, schätzt die Polizei.
Doch die stark gestiegene Zahl von Drogentoten alleine auf den vermehrten Crackkonsum zurückzuführen, greife zu kurz, sagt Regina Ernst, Leiterin des Drogenreferats der Stadt Frankfurt. Denn mehr als die Hälfte der Abhängigen seien Konsumenten verschiedener Drogen. Ernst nimmt die Entwicklung bei den Drogentoten «mit Bestürzung zur Kenntnis». Um der Gefahr der Droge Crack Herr zu werden, hat die Stadt im September 2003 in einem Pilotprojekt einen Rauchraum eigens für Crackkonsumenten eingerichtet.
Weitere Information: http://de.news.yahoo.com/040619/336/42z2z.html