be informed !
...
ID-CONTACT.de informiert :
Cannabis als Gelsenschreck in Baumärkten verkauft
Junge Cannabispflänzchen, die in reifem Zustand unter das Suchtmittelgesetz
fallen, werden derzeit in diversen Einkaufsmärkten zum Verkauf angeboten. Allerdings nicht als
Rohstoff für Joints, sondern als Gelsenschreck.
Als Polizei in einem Bad Ischler Einkaufsmarkt in anderer Sache Ermittlungen anstellten,
stießen sie in der Gartenabteilung auf Cannabissetzlinge. Die Pflanzen standen zum Verkauf feil - offiziell als Mittel zur Vertreibung von Gelsen. Die Beamten erstatteten Anzeige und beschlagnahmten den Hanf zur Feststellung des THC-Gehalts sowie der daraus resultierenden allfälligen berauschenden Wirkungen.
Wie die Ermittlungen ergaben, stammt das Cannabis in dem Ischler Markt von einer Grazer
Firma, die die Pflanzen in ganz Österreich vertreibt. Auch in der Filiale eines Gmundner
Baumarktes konnten die Töpfchen mit dem Industriehanf zumindest gestern noch erstanden
werden.
Laut der Grazer Gärtnerei, die den Gelsenschreck züchtet, seien die Pflanzen harmlos. Es gebe
sogar eine AMA-Bestätigung und ein Rechtsgutachten über die Unbedenklichkeit des Hanfs,
der besonders gut haltbar sei und sogar von der EU gefördert werde. Die zuständige
Bezirkshauptmannschaft bestätigte gestern nachmittag, dass nicht gegen gesetzliche
Bestimmungen verstoßen werde.
Die Problematik hinter der scheinbaren Harmlosigkeit unterstreicht ein Suchtgiftexperte der
Gendarmerie im Gespräch mit den OÖN: Wenn jemand diese kleinen Pflanzen kaufe, mache er
sich nicht strafbar. Wenn er sie jedoch großziehe, falle das in die Kategorie Suchtgift und sei
illegal. "Wir dürfen nicht einschreiten, solange kein behördlicher Auftrag kommt", so der
Beamte. "Dass der THC-Gehalt jetzt noch gering ist, ist klar, weil das Cannabis noch nicht
ausgereift ist." Zur Erntezeit im September tauge der Hanf jedoch sehr wohl zum "Einrauchen".