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Schokolade  
 
In einer Studie des Pharmakologischen Instituts in Köln senkten die Polyphenole im Kakao den Bluthochdruck der Probanden: Sie schafften immerhin 40 Prozent der Wirkung, die bei normalen Medikamenten gemessen wurde. Das mindert das Risiko von Herz- und Kreislaufkrankheiten deutlich. Nachteil: Um den Effekt messen zu können, mussten die Kandidaten jeden Tag eine ganze Tafel Schokolade essen.
 
Schokolade enthält den Stimmungsaufheller Phenylethylamin, und zwar so viel wie kaum ein anderes Lebens- oder Genussmittel. Er kurbelt vor allem die Produktion des Hormons Serotonin an. Wer davon zu wenig hat, wird schneller depressiv, ein ordentlicher Pegel dagegen hebt die Stimmung und sorgt für Wohlbefinden. Da gerade in der dunklen Winterzeit der Serotoninspiegel sinkt, haben die Schokoladen-Weihnachtsmänner durchaus eine medizinische Bedeutung.

Hartnäckige Schokoholics sind da längst weiter. Sie verlassen keinen Supermarkt ohne die 500 Gramm-Packung Traube-Nuss. Tatsächlich enthält Kakao auch Anandamid, das ähnlich gebaut ist wie das THC, der Wirkstoff aus dem Cannabis. Allerdings: Die Konzentration in einer 100 Gramm-Tafel ist weit geringer als in jedem Joint. Weder Schmunzelhase noch Weihnachtsmann machen das Leckermaul zum Schokojunkie. Als Suchtmittel steht da schon eher ein koffeinähnlicher Stoff in den Kakaokernen, das Theobromin, unter Verdacht. Allerdings kommt er in viel geringeren Dosen vor als in den Kaffeebohnen. Für eine handfeste Schokoladensucht reicht das nicht.