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Cannabis

Haschisch-Marihuana (Gras, Shit, Dope, Piece, Brösel)

Auch Cannabis ist eine Droge bei der es ein zu viel und ein zu oft gibt. Im Vergleich zu anderen Substanzen ist Cannabis zwar relativ harmlos, doch ist auch hier ein kontrollierter und bewußter Umgang nötig.

Geschichte:

Cannabis zählt zu den ältesten Arzneimitteln der Menschheit. Bereits 5000 v. Chr. finden sich Hinweise dafür in der Literatur. Durch die Verdrängung von pflanzlichen Heilmitteln seitens der Pharmaindustrie geriet das Wissen um die heilende Wirkung in Vergessenheit. Mit denGenfer Konventionen von 1925 wurde dem genußorientierten und medizinischen Gebrauch ein Riegel vorgeschoben. In den 30er Jahren wurden vor allem in den USA große Hetzkampagnen unter dem Motto ?Marihuana - Assassin of Youth" gestartet.

In der BRD entwickelte sich der Konsum von Cannabis vor allem in Zuge der Hippie-Bewegung im Jahre 1968.

Cannabisprodukte unterstehen dem Betäubungsmittelgesetz. Der Erwerb, Besitz und der Handel sind strafrechtlich verboten.

Merkmale:

Cannabis ist der Gattungsbegriff für die staudenartige Hanfpflanze deren weibliche Blüte ein Harz mit dem Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) absondert. Dieser Wirkstoff, insbesondere das Delta-9-Tetrahydrocannabinol ist für die rauschartige Wirkung der Pflanze verantwortlich und findet sich in ausreichender Konzentration nur in weiblichen Pflanzen.

Auf dem illegalen Markt ist Cannabis in zwei Produktformen erhältlich: als Haschisch und als Marihuana. Unter Haschisch (?Shit") versteht man das gepreßte Harz, unter Marihuana (?Gras") die getrockneten Blüten.

Konsumform:

Cannabis wird pur oder mit Tabak vermischt als sog. Joint geraucht. Auch kann es in Pfeifen (Wasserpfeiffen, Purpfeiffen, Erdpfeiffen usw.) geraucht werden. Desweiteren kann es pur oder vermengt mit Nahrungsmitteln oral aufgenommen werden in Form von Keksen, Kuchen, Kakao oder Tee.

Wirkung:

Die Wirkung setzt beim Rauchen wenige Minuten nach dem Inhalieren ein.

Bei der oralen Aufnahme ist mit einem Wirkungseintritt nach etwa 60-90 Minuten zu rechnen.

Beim Wirkungseintritt ist der Puls beschleunigt und die Augen gerötet (Kaninchenaugen) da die Blutgefäße erweitert werden.

auch können Mundtrockenheit und ein erhöhtes Hungergefühl vor allem nach süßen Speisen auftreten.

Cannabis intensiviert Gefühle und regt zur "Innenschau" an.

Es verändert die optische und akustische Wahrnehmung.

Marihuana wird oft als aphrodisierend (sexuell anregend) beschrieben.

Insgesamt kann die Wirkung sowohl anregend und beruhigend, als auch betäubend und halluzinogen auftreten.

Mögliche Gefahren:

Gefahr einer psychischen Abhängigkeit nach langem Gebrauch.

Paranoide Zustände bei Überdosierung.

Auslösen von Psychosen.

Angstzustände und Orientierungslosigkeit.

Übelkeit, Erbrechen und Angst beim Mischkonsum mit Alkohol.

Lungenschäden und chronische Bronchitis beim übermäßigen Rauchen.

Einfuhr, Besitz, Handel und Erwerb sind strafrechtlich verboten.

Das Autofahren unter Cannabiseinfluß ist unverantwortlich und führt zum Entzug der Fahrerlaubnis.

Safer Use:

Langsam, am besten über das Rauchen an die Wirkung heran tasten.

Vorsichtig dosieren.

Nette Umgebung, d. h. mit guten Freunden und netter Musik, am besten an nicht öffentlichen Plätzen (positives setting) und nur bei körperlichem und seelischem Wohlbefinden (positives set) konsumieren und nicht in Problemsituationen (negatives set und setting).

Die Orale Aufnahme ist nur für erfahrene Konsumenten geeignet.

Cannabis nicht mit anderen Substanzen gleichzeitig einnehmen.

Nicht Kiffen, wenn noch verschiedene Alltagsanforderungen zu bewältigen sind.

Einen Rauschzustand immer reflektieren, d. h. sich über gemachte Erfahrungen bewußt werden und den Konsum kritisch betrachten.

Den Konsum ritualisieren, d. h. nur zu bestimmten Gelegenheiten und nicht zum Dauerkiffer werden.

Bei Überdosierungen mit Panikattacken: beruhigend auf die Person einwirken (?talking down"), frische Luft, angenehme oder gar keine Musik, Verabreichung von Zucker. Oft hilft schon das beruhigende Gespräch, ein Spaziergang oder die Unterbringung in einer entspannten und ruhigen Umgebung.

Helfen diese Maßnahmen nicht und stellt sich dazu noch Herzrasen ein, ist der Arzt anzurufen. (112 oder 19222).

 

Text & Inhalt: Christoph Duymel

 

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