
Mischkonsum
Der Mischkonsum ist
grundsätzlich eine gefährliche Sache. Zum
einen können durch den gleichzeitigen Konsum von
verschiedenen Drogen körperliche Probleme auftreten
und zum anderen kann man durch diese Form des Mischkonsums
in geistige Schwierigkeiten geraten. Es ist hilfreich,
sich einmal deutlich zu machen, wie häufig man
verschiedene Drogen miteinander mischt. Die Kombination
von Alkohol und Nikotin gehört wohl zu den verbreitetsten
Formen. Aber auch im Bereich der illegalen Drogen wird
häufig Mischkonsum betrieben.
Die Mischung
Du betreibst keinesfalls
nur dann Mischkonsum, wenn du auch wirklich verschiedene
Substanzen, z.B. Speed und LSD gleichzeitig konsumierst.
Eine Ecstasy Tablette enthält bespielsweise in
aller Regel eine Vielzahl verschiedener psychoaktiver
und sonstiger Stoffe. Das erklärt auch, warum der
Rausch bei verschiedenen Pillen auch verschieden empfunden
wird. Bei jeder Einnahe führst du dir einen ganzen
Coctail von Substanzen zu, was sich beim Gebrauch
verschiedener Pillen noch ausweitet. Bei Speed verhält
sich das ganz ähnlich. Konsumierst du beide Drogen
auf einmal, so ist dieser Effekt natürlich am stärksten.
Organische Schäden
Die Leber, die im
Körper giftige Stoffe abbaut, wird überlastet
und dadurch dauerhaft geschädigt. Dies ist ein
Grundsätzliches Problem bei jeglichem Mischkonsum.
Aufgrund der Erhöhten Belastung von Leber und Nieren
ist es eigentlich sehr wichtig, immer viel zu trinken.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Körper austrocknet
und die Organe dauerhaft geschädigt werden. Alkohol
allerdings verstärkt diesen Effekt noch. Daher
auch mal Mineralwasser, Saft, Tee o.ä. trinken!
Kreislaufprobleme
Durch die vielen
verschiedenen Substanzen und die oft damit einhergehende
gesteigerte Menge an Drogen gerät auch der Kreislauf
durcheinander: Das Herz schlägt schneller, die
Körpertemperatur steigt. Dies kann zu ernsthaften
Ohnmachtsanfällen bis hin zu Hitze- oder Herzschlägen
führen.
Unbewußte Wechselwirkungen
Aber auch auf geistiger
Ebene kann der Mischkonsum Probleme bereiten. So kann
jemand sich z.B. topfit fühlen, weil er Speed oder
Kokain konsumiert hat. Jedoch hat diese Person auch
eine ganze Flasche Schnaps getrunken, von deren berauschenden
Wirkung sie in diesem Moment nichts mitkriegt. Die Reflexe
jedoch sind vom Alkohol in erheblichem Maße beeinträchtigt,
obwohl der Konsument dies nicht bewußt bemerkt.
Gerade nach einer Party ist der Körper oft total
ausgezehrt, während der Geist noch durch Drogen
angeregt ist. Bei Mischkonsum können auch sehr
heftige Rauschzustände auftreten, die nicht unbedingt
positiv erlebt werden. Verfolgungswahn oder schlimme
Angst- und Panikattacken können die Folge sein.
Warum Mischkonsum?
Man sollte sich ganz
grundsätzlich überlegen, ob man auf einer
Party mehrere Drogen auf einmal konsumieren muss. Oft
ist zu beobachten, dass der Mischkonsum aus einem Wunsch
nach mehr entsteht: Der Rausch der einen Droge soll
durch den Rausch der anderen noch erweitert und verstärkt
werden. Auf diese Art jedoch gerät der Drogenkonsum
ganz schnell in den Vordergrund der Interessen. Eine
Party ist jedoch keinesfalls nur der passende Rahmen,
um Drogen zu konsumieren! Versuche dich für andere
Menschen und das Miteinander, die Musik und das gemeinsame
Tanzen zu interessieren. Drogen sollten -wenn überhaupt-
dann nur als Mittel zur Party nie jedoch als Zweck dieser
gebraucht werden! Alkohol und Zigaretten gehören
auch zum Thema Mischkonsum, obwohl sie leicht vergessen
werden.
Text: Roberto Bauer
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