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Der Deutsche Hanf Verband warnt

Lange galt Marihuana als natürliche Droge, frei von Streckmitteln. Das
hat sich in jüngster Zeit geändert. Der getrockneten Blüte der
Cannabispflanze werden neuerdings Substanzen wie Talkum, Zucker,
Plastik, Sand und kleine Steine beigemischt. Sogar Lack, Haarspray und
Zucker werden aufgesprüht, um die Streckstoffe an die Blüten
anzukleben. ".

"Bei starker Inhalation von Sand oder fein zermahlenem Glas kann es zu
einem langfristigen Entzündungsprozess in der Lunge kommen", sagt
Dieter Köhler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie.
Georg Wurth ruft daher nach staatlicher Hilfe: "Es wäre unser Wunsch,
dass sich die Regierung damit auseinandersetzt, was da im Gras drin
ist." Um die Kiffer zu schützen, hat der Hanfverband einen
Protestmailer eingerichtet (http://hanfverband.de/protestmailer). Die
Bundesregierung wird hier nicht nur aufgefordert, das gestreckte Gras
zu untersuchen, sondern auch öffentliche Stellen zu schaffen, bei
denen Konsumenten das Marihuana auf mögliche Beimischungen prüfen
lassen können.

 

 

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Psychedelika in der Medizin

Depressionen, Angstzustände, traumatische Erlebnisse. Alles Begriffe, die mit Halluzinogenen wie LSD oder Zauberpilzen in Verbindung gebracht werden und deren gefährliche Seite beschreiben. Aber das ganze lässt sich auch umkehren und zu medizinischen Zwecken einsetzen, wie einige Forscher in den letzten Jahren vermehrt verlauten lassen. Was der Harvard-Professor Timothy Leary schon in den 1950ern und 60ern

propagierte und seit dem umfassenden Verbot von bspw. LSD in den 60er in den USA nur schwer auf dem legalen Wege durchführbar war, rückt heute wieder in den Fokus von Medizinern und Psychologen. Die kontrollierte medizinische Behandlung von Patienten, die etwa im fortgeschrittenen Stadium einer Krebserkrankung ihren Lebensmut verloren haben, soll in Zukunft objektiver und frei von pauschalen Verteufelungen

geschehen. Der US-amerikanische Misuse of Drugs Act aus dem Jahr 1971 stellt nämlich z.B. LSD als hochgefährlich dar und stuft es als medizinisch nicht nutzbar ein. Die Forschung mit Halluzinogenen war also nur über Studien über illegale User möglich und der therapeutische Einsatz ist noch heute im allgemeinen Verboten.

Die Gefahren von sogenannten Horror-Trips, Psychosen und anderen ernsthaften psychischen Schäden bleiben dabei natürlich nicht unberücksichtigt, wie eine Anleitung zum verantwortungs-vollen wissenschaftlichen Umgang mit diesen Substanzen zeigt.  Verschiedene Studien, die in den USA und der Schweiz unter Auflagen genehmigt wurden konnten allerdings zeigen, dass schwerkranken Patienten sowie Traumapatienten mit

LSD oder auch MDMA (Ecstasy) durchaus geholfen werden kann.
An dem zukünftigen Einsatz der modernen Forschung und der vermehrt erwünschten konstruktiven Haltung der Politik liegt es nun, ob diese bisher positiven Ergebnisse bestätigt und Langzeitwirkungen weiter erforscht werden können.

Links zu diesem Thema:


Englischsprachiger Artikel des Guardian:
http://www.guardian.co.uk/science/2009/oct/23/lsd-ecstacy-health-benefits


Deutschsprachiger Artikel einer medizinischen Online-Community:
http://news.doccheck.com/de/article/135802-rausch-auf-rezept/


Guidelines for Safety in Human Hallucinogen Research:
http://csp.org/psilocybin/HopkinsHallucinogenSafety2008.pdf

 
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