|
Fragen an Infoständen drehen sich vermehrt um Uppers wie Amphetamine und Kokain, rückläufig ist die Nachfrage zu Ecstasy hier entsteht eine Artikelsammlung zu diesem Trend:
Konsum von Aufputschdrogen steigt "Es zeichnet sich ab, dass die ,klassischen' Partydrogen wie Amphetamine erneut an Bedeutung gewinnen", urteilt auch Theo Baumgärtner, Geschäftsführer des Hamburger Büros für Suchtprävention und Autor der Schulbus-Studie, zu der 2005 insgesamt 3000 Hamburger Schüler befragt wurden. Im Durchschnitt sind die Konsumenten demnach 15,3 Jahre alt, wenn sie das erste Mal Amphetamine probiert haben. Auch das als besonders gefährlich geltende Crystal wird, so befürchten Experten, längst auch in Hamburg konsumiert. Dass die Aufputschmittel eine immer größere Rolle spielen, bestätigt auch die Polizei. "Wir haben einen spürbaren Anstieg bei den sichergestellten Amphetaminen festgestellt", sagt Felix Schwarz, Chefdrogenfahnder im Landeskriminalamt: "Allerdings auf niedrigem Niveau". So habe es etwa 2004 in der Hansestadt 45 Fälle gegeben, in denen wegen des Besitzes von Amphetaminen ermittelt worden sei, 2005 seien es bereits 80 Fälle gewesen. Für 2006 rechnen Suchtexperten mit einem weiteren Anstieg. Niedrige Fallzahlen, aber ein hohes Dunkelfeld. "Amphetamine machen wach, kontaktfreudig und kurzfristig leistungsstärker", erklärt Rainer Thomasius. Damit passen sie in die Zeit, in der Heroin von vielen Drogenkonsumenten als "Loser-Droge" angesehen werde. Der Konsum von Drogen, die intravenös gespritzt werden, sei überhaupt sehr stark zurückgegangen. Die jungen Konsumenten bildeten sich ein, es sei weniger gesundheitsgefährdend, Drogen als Tablette, Pulver oder in flüssiger Form einzunehmen. "Dabei können auch hier die Folgen verheerend sein", warnt der Drogenexperte. Im Extremfall könne es durch hohen Blutdruckanstieg nach Amphetaminkonsum zum Herzstillstand kommen. www.uke.uni-hamburg.de/index.php |